Handele stets so, dass sich durch Dein Handeln die Menge der Möglichkeiten in der Welt vergrößert.

(in Anlehnung an Heinz von Foerster)

Transkulturalität und Mehrsprachigkeit

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Publikation 2011

Denjenigen, die sich kurz auf Deutsch informieren möchten, empfehle ich meinen Aufsatz:

  

De Florio-Hansen, Inez (2011): L‘état des lieux et au-delà. Anmerkungen zur Zwei- und Mehrsprachigkeit türkischstämmiger Kinder und Jugendlicher mit Migrationsgeschichte. In: Synergies. Pays germanophones Nr. 4 (coordonné par F.-J. Meissner), 97-110.

 

Eine Einzelheit aus der Publikationsgeschichte des Aufsatzes, der wahrscheinlich 2012 auch online zugänglich sein wird: Eine französische (mir selbstverständlich unbekannte) Peer-Reviewerin hat den Aufsatz mit der Begründung abgelehnt, er sei zu provokativ, französische Leserinnen und Leser seien nicht hinreichend auf eine Kritik an der „Beschulung“ von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte vorbereitet. Der Beitrag ist trotzdem ohne Überarbeitung erschienen – dem Gastherausgeber sei Dank!

 

Der oben angekündigte Sammelband ist Ende letzten Jahres erschienen:

 

De Florio-Hansen, Inez (ed.) (2011). Towards Multilingualism and the Inclusion of Cultural Diversity. Kassel: kassel university press.

 

Sie können die Beiträge des Sammelbandes kostenfrei lesen. (Der Download über kassel university press ist kostenpflichtig; die Printfassung können Sie beim Verlag, über Amazon oder den Buchhandel beziehen).

 

Die Lektüre meiner eigenen Aufsätze im Sammelband ist sicher für jeden nützlich, der Schülerinnen und Schüler mit Migrationsgeschichte unterrichtet.

 

In der Introduction (p. 7-18) erläutere ich entscheidende Entwicklungen in (westlichen) Migrationsgesellschaften, um anschließend die Einordnung der einzelnen Beiträge zu erleichtern. Im Metalogue gehe ich auf Fragen der „Rekrutierung“ geeigneter Lehrkräfte ein.

 

Mein Beitrag How migrant students of Turkish origin perceive their school and family contexts
(p. 99-128) gibt die Ergebnisse einer umfänglichen schriftlichen Befragung (55 Items) von 31 türkischstämmigen Schülerinnen (n=14) und Schülern (n=17) vom letzten Grundschuljahr bis zum Abschluss der Sekundarstufe II wieder. Da sie sich frei äußern konnten, sind die Antworten auf die Fragen/Statements des vorab mehrmals pilotierten Fragebogens (im Anhang des Sammelbandes) sehr aufschlussreich (Teil A: Zur schulischen Situation, Teil B: Zu den Sprachen, Teil C: Zur eigenen Person und Familie).

   

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Publikation 2010

Wissenschaft bedeutet für mich u.a. Ordnung schaffen! Das ist nicht einfach. Besonders schwierig ist es dann, wenn mit bestimmten Begriffen innerhalb der Fremdsprachenlehr- und -lernforschung selbst und darüber hinaus in anderen Disziplinen höchst unterschiedliche Konzepte verbunden sind wie im Fall von inter- und transkultureller Kompetenz. Außerdem ist im Fremdsprachenunterricht globales Lernen eine wichtige Option.

 

Für das inter-/transkulturelle Lernen im Fremdsprachenunterricht stelle ich anhand von drei „Messinstrumenten“ Möglichkeiten und Grenzen der Evaluation dieser wichtigen Kompetenz dar:

De Florio-Hansen, Inez (2010): Transkulturelle Kompetenz : zur Messbarkeit von Verhaltensnormen. In: Abendroth-Timmer, Dagmar u.a. (Hrsg.): Normen und Normverletzungen. Aktuelle Diskurse der Fachdidaktik Französisch. Stuttgart: ibidem (Romanische Sprachen und ihre Didaktik Bd. 27), 61-96.

 

Möglicherweise erhellen zwei Episoden zusätzlich die Komplexität von Inter-/ Transkulturalität und vor allem die Schwierigkeiten, mit kulturellen Verortungen in Realsituationen umzugehen.